Weitwandern mit 2% Sehkraft
Mit dem Rucksack über die Berge Europas.

2018 kam die Diagnose – fortschreitende Erblindung. Und so war es dann auch: von 100% auf 2% innert 12 Monaten. Der Weg zurück begann mit kleinen Schritten – buchstäblich. Erst Spaziergänge, dann Joggen, schliesslich Wandern in den Bergen und einige blaue Flecken. Dann traf ich eine radikale Entscheidung: Job kündigen und aufbrechen. 2022 wanderte ich drei Monate von der Schweiz über die Alpen mit dem Ziel Triest. Das Wandern hat mir nicht nur die Berge aus einer neuen Perspektive gezeigt – es hat mir vor allem das Vertrauen in mich selbst zurückgegeben.

Martin navigiert, sucht die Wege und kennt die Karte. Ohne meine Entscheidung wären wir nie so weit gegangen – ohne ihn würde ich mich ständig verlaufen und käme nicht über die schwierigen Gipfel. Gemeinsam kommen wir dorthin, wo niemand von uns allein hinkommt.
Was als persönliche Entscheidung und mit einem Versuch begann, hat mein Leben verändert. Diese Erfahrung durfte und darf ich regelmässig als Referentin mit Vorträgen und Workshops teilen. Mein Weg mit 2% Sehkraft, die Wanderungen und die damit verbundene persönliche Geschichte über Leistung, Arbeit und das, was im Leben wirklich wichtig ist, inspirieren Menschen an Konferenzen und in Unternehmen. Meine Vorträge ↗
«Wenn man nicht manchmal über die Grenze drüber geht,Katsuaki Asai
dann weiss man nicht, wo sie ist.»
Mindestens drei Weitwanderungen haben noch offene Enden: weitere rund 100 Etappen nach Athen, quer über die Pyrenäen vom Atlantik bis zum Mittelmeer und meine persönliche Herausforderung in der Schweiz über den Jura bis nach Nyon. Spätestens ab Mai 2027 werden wir weitergehen. Wo es genau hingeht? Sobald wir das wissen, wirst du es hier finden.
Quer durch die Alpen und den Balkan
Was als Versuch begann, einen Traum zu verwirklichen, wurde zur Leidenschaft und zu unserem grossen Fernwanderprojekt: von Zürich über die Alpen, durch das Südtirol und die Dolomiten nach Triest, entlang der kroatischen Küste und bis tief in den Balkan. Und weiter bis Athen? Dieses Ziel ist erst unterwegs entstanden. Als wir in Bosnien und Herzegowina ankamen, sagten wir uns: Wenn wir schon so weit gekommen sind, können wir auch gleich weitergehen – über den Olymp bis nach Athen. Die verbleibenden rund 100 Etappen stehen ganz oben auf unserer Liste für 2027.
Haute Randonnée Pyrénéenne
Von Bedous bis Luchon – 22 Etappen entlang des Pyrenäen-Hauptkamms, mal auf französischer, mal auf spanischer Seite, oft direkt auf dem Grenzkamm. Einsame Refuges, wilde Pässe und die Menschen haben es uns angetan. Wir werden wiederkommen und, wer weiss, die Linie vom Atlantik bis zum Mittelmeer durchziehen.
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Mein Solo-Projekt auf dem Jura-Höhenweg
Den Jura-Höhenweg gehe ich alleine – Etappe für Etappe, in meinem eigenen Tempo. Nicht weil ich muss, sondern weil ich will. Ich lerne, mich mit 2% Sehkraft selbst zu orientieren, Entscheidungen zu treffen, Wege zu finden. Ein Handy hat schon schlappgemacht, nun habe ich zwei dabei. Aber auch mit Handy und Navi bin ich schon oft falsch abgebogen. Und trotzdem: Ich komme an. Bisher 9 Etappen – bis nach Nyon sind es noch einige mehr.
Diese Touren waren perfekt, so wie sie sind. Eine Weiterführung ist vorerst nicht geplant. Ausser … wer weiss…
Via Sardona · Graubünden · Val Malenco
Von Weesen am Walensee bis ans südliche Ende der Alpen – 24 Etappen durch den Sardona-Geopark, über den Pizol und die Ringelspitze, durch Graubünden und das Val Malenco bis ins sonnige Poschiavo an der italienischen Grenze.
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Via Safiental · San Bernardino · Locarno
Von Versam durch das wild-romantische Safiental, über hochalpine Pässe zum Hinterrhein und weiter über den San Bernardino hinunter ins Tessin – 13 Etappen von der Surselva bis nach Locarno am Ufer des Lago Maggiore.
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Martin Talamona
CH-5708 Birrwil
Schweiz
martina@talamona.ch
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